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Ich könnte durchdrehen
Eine Klientin sitzt mir mit verweinten Augen gegenüber. Ihr Freund hat sie Knall auf Fall sitzen gelassen. Sie kommt gerade von ihrer Hausärztin, bei der sie um Unterstützung gebeten hat. Diese hat ihre Situation mit den Worten kommentiert: „Da haben Sie jetzt aber einen langen Weg vor sich!“ – und Antidepressiva verordnet.
Wenn ich solchen Blödsinn höre, könnte ich durchdrehen. Natürlich brauchen Wunden Zeit, um zu heilen. Und Du musst nach einem Schock erst einmal wieder Boden unter die Füße bekommen – in Deinem Tempo.
Aber wenn Du Dich mit Deinem Schmerz auseinandersetzt (klar, das zwickt erstmal), kommst Du auf einem ganz anderen Level wieder heraus. Von wegen lange Wege!
Tabletten sorgen höchstens dafür, dass Du Dein Problem schön unter den Teppich kehrst. Der Schmerz ist damit nicht weg. Er wird nur betäubt – und Du auch.
Möchtest Du für den Rest Deines Lebens wie in Watte gepackt durch die Gegend laufen? Und Dich wundern, warum Du Dich nicht mehr lebendig fühlst?

Mittlerweile bin ich seit über 25 Jahren Coach, Trainerin, Heilerin und seit 10 Jahren durchgängig Therapeutin in eigener Praxis. Und meine Erfahrungen decken sich in allen Bereichen:
Annehmen statt Wegdrücken

Wenn Du Deine Gefühle annimmst, statt sie zu verdrängen, ist positive Veränderung die unausweichliche Konsequenz davon. Was wir annehmen und würdigen, verändert sich, löst sich im besten Fall gänzlich auf. Was wir ignorieren und wegdrücken, wird stärker, denn es will endlich geheilt werden – und weist so darauf hin.
Dein Leben wird also nicht härter oder schwieriger und will Dich auch nicht „bestrafen“. Die Lektionen und Deine Schmerzpunkte werden nur deutlicher und heftiger – damit Du endlich hinschaust.
Psychopharmaka braucht es in der Regel nur bei psychisch kranken Menschen (z. B. bei Psychosen, Wahnvorstellungen, starken Zwängen). Diese Menschen brauchen oft medikamentöse Unterstützung, um im Alltag zurechtzukommen.
Du hast gerade eine Krise und damit ein psychisches Problem, bist also nicht chronisch psychisch krank. Das ist ein Riesenunterschied.
Die geniale Abkürzung
Wenn Du das Klötzchen ganz unten aus dem Turm ziehst, kannst Du Dir jede Menge Zwischenschritte ersparen. Also finden wir den Ursprung Deines Problems – denn was Du gerade erlebst oder erlebt hast, war nur das Symptom einer längst vorhandenen Ursache. Die Schieflage war vorher schon da.
Wenn Du Dir Dein Problem an der Wurzel anschaust (und es dort erlöst), musst Du Dir nicht jede „Kopie“ des Problems, die danach entstanden ist, einzeln anschauen. Die Voraussetzung dafür, dass das gelingt:
Radikale Eigenverantwortung von Deiner Seite.
So unfair es auch klingen mag:
DU hast das Problem (auch wenn es andere verursacht haben).
Und DU bist der oder die Einzige, die es in Dir lösen kann.

Schlechtes Timing
Krisen fragen nicht danach, ob es uns gerade „passt“. Krisen sind plötzlich einfach da. Manchmal haben wir geahnt, dass es nicht mehr lange gutgehen wird, manchmal treffen uns Krisen und Schockzustände völlig unvorbereitet. Sind sie eingetreten, brauchen wir Zeit, bis wir uns an die veränderte Situation gewöhnt haben.
Krisen sind viel mehr als eine Akutsituation. Sie gehen tiefer und fordern uns auf, uns mit uns, unserem Leben und unserem Lebensplan einmal wieder gründlich auseinanderzusetzen.

Das sagt sich so leicht, wenn man gerade von Tränen, Trauer und einer Gelähmtheit heimgesucht wird, die nicht selten deutliche Züge einer Depression trägt.
Aber wenn Du gerade durchhängst, weil Du vor lauter Schock noch immer starr bist, ist das keine Depression, sondern eine Zeit der inneren Sammlung. Dein System richtet sich gerade neu aus, um mit der veränderten Situation zeitnah umgehen zu können.
Krise ist nicht gleich Krise
Nicht jede Krise wirft uns komplett aus der Bahn. Manches haben wir nach ein paar Tagen verdaut, manches fühlt sich nach ein paar Wochen schon nicht mehr so schlimm an. Manches machen wir mit uns alleine aus, manches verarbeiten wir mithilfe von Freunden oder der Familie.
Doch es gibt auch Krisen, die beschäftigen uns länger, als uns lieb ist. Krisen, bei denen es – zumindest zu Beginn – nichts zu reden gibt, jedes Wort ein Wort zu viel ist. Der Tod von Menschen und Tieren zum Beispiel, deren vielleicht plötzlicher Weggang jetzt so unfassbar schwer zu akzeptieren ist – denn die Welt wird nie wieder so sein, wie sie war.
Es braucht Zeit, bis wir uns aus unserer Schockstarre lösen können und unsere Sprache wiederfinden. Dann sind vielleicht auch Freunde oder Familienmitglieder (die vielleicht selbst auch betroffen sind) mit der Bewältigung einer derartigen Situation ebenfalls überfordert – und damit gerade nicht hilfreich.

Die gute Nachricht:
Keine Krise dauert ewig

So, wie wir das Schöne leider nicht festhalten können, so findet auch jede Krise irgendwann ihr Ende. Denn auch Krisen unterliegen, psychologisch betrachtet, gewissen Phasen und Zyklen.
Viele Menschen durchlaufen diese Phasen ganz unbewusst und stellen eines Tages fest: „Irgendetwas ist seit letzter Woche anders“ oder „Ich glaube, es geht mir wirklich etwas besser.“
Standortbestimmung
Es macht Sinn, sich so einen Zyklus einmal anzuschauen, um herauszufinden, ob Hilfe von außen sinnvoll ist, weil wir vielleicht über einen gewissen Punkt einfach nicht hinauskommen oder irgendwo feststecken.
Schau einmal auf das folgende Schaubild und ordne für Dich ein, wo Du Dich gerade befindest.

Krisen haben viele Gesichter
Es gibt viele unterschiedliche Krisen, die uns ereilen können.
Ich unterstütze Dich bei
Identitätskrisen & Lebenschaos
Sich festgefahren fühlen,
Orientierungslosigkeit,
Fragen nach dem Sinn des Lebens, Selbstzweifel, mangelnde Selbstliebe, Ohnmachtsgefühle
Stress & Überforderung
Ständiges Gefordertsein durch Pflege von Angehö-rigen, Familie, Kinder, Partnerschaft, Sorgen, Geldprobleme, allgemeine Lebens- oder Wohnsituation
Burnout &
Depression
Erschöpfung, Dauer-müdigkeit, Antriebslosigkeit, Leere, keine Lust zu gar nichts, depressive Verstimmungen, Schwere, trübe Gedanken, Negativität
Ängste & Panikattacken
Nächtliches Grübeln, Kopfkino, Überängstlichkeit, Kontroll-zwänge, ständige Anspannung, Worst-Case-Szenarien, hohe Empfindsamkeit, Angst vor Entscheidungen, psycho-somatische Beschwerden
Verlust &
Trauer
Unfreiwilliger Verlust von Menschen oder Tieren,
unfreiwillige Trennung (der Partner hat entschieden), unfreiwillige Neuorientierung (Liebeskummer, Kündigung, heftige Diagnose)
Beziehungs-
krisen
Ständige Streitereien, unterschiedliche Lebenspläne, Stress durch Kinder, Familie, Pflege, Geldsorgen, Arbeits-losigkeit, Fremdgehen, Affairen, Misstrauen, Gewalt, Alkohol, Kommunikationsprobleme
Kein Spaziergang
Aufgewachsen bin ich als Scheidungskind mit einer Mutter, die an einem Tag super liebevoll und am nächsten explosiv war – ohne ersichtlichen Grund. Ihre traumatischen Kriegserlebnisse waren zu einer Borderline-Störung geworden. Mein Vater starb ohne Abschiedsmöglichkeit, als ich 25 war.
Nach einem federleichten Abi versemmelte ich mein Studium, fühlte mich fortan wie eine Versagerin. Mit 28 verließ ich meinen ersten Mann.
Was folgte, war eine Identitätskrise auf ganzer Linie, die mich viele Jahre begleitete. Bis ich mir endlich die Fragen stellte:
Was machen glückliche Menschen anders?
Wie geht ein gutes Leben?

Ich fing an, die Gesetzmäßigkeiten eines erfüllten Lebens zu erforschen. Ich setzte mich in einer Vielzahl von Aus- und Fortbildungen gründlich mit meiner Identität und meinem Naturell auseinander, um mich und meine wahren Bedürfnisse endlich zu verstehen. Dabei räumte ich mich immer mehr auf.

Aber das Leben prüft regelmäßig, ob wir unser Wissen auch verinnerlich haben, nicht nur schlau daherreden.
Als ich in den 40gern war, erkrankte meine Schwester an Krebs. Ich begleite sie bis in den Tod. Sie starb – ebenso wie mein Vater – mit 56. Meine Medialität und Spiritualität hat mich durch diese schwere Zeit getragen. Ich stehe noch heute in liebevoller Verbindung. Das macht es nicht rückgängig, aber erträglicher. Ihr Tod hatte mich damals bewogen, auch Therapeutin zu werden.
Unser Leben ist zu kostbar, um es mit Leiden zu verbringen.
Mit 52 habe ich mein Masterstudium in Organisations-entwicklung begonnen und mit 54 mit der Gesamtnote 1,4 abgeschlossen. Auch diese Wunde konnte ich also schließen.
Du siehst: Ich bin krisenerprobt, nicht nur in Krise ausgebildet. Was ich Dir weitergebe, beruht auf persönlicher Erfahrung und der festen Überzeugung: Besser geht immer. Und: Es ist nie zu spät für einen Neuanfang. Es spielt keine Rolle, WANN Du losgehst, sondern nur, DASS Du losgehst. Ich sage nicht, dass das immer leicht ist, nicht auch mal furchbar weh tun kann und tränenreich verläuft.

Identitätsarbeit ist dabei der Anfang und der Schlüssel von allem, um Probleme in uns nachhaltig zu lösen und dramafrei zu leben.
Bewusstheit ist der einzige Weg in echte Freiheit
Was Du dazu brauchst?
Radikale Ehrlichkeit Dir selbst gegenüber und Deine Erlaubnis, endlich DU zu sein, DEINS zu machen – und Vergleiche mit anderen endlich einzustellen.
Es lohnt sich.
Seitdem weiß ich, dass Identitätsarbeit der Anfang und der Schlüssel von allem ist, um Probleme in uns nachhaltig zu lösen und dramafrei zu leben. Bewusstheit ist der einzige Weg in echte Freiheit.